Biografissima
Ich begleite Frauen dabei,
ihre Geschichte neu zu sehen und selbst zu deuten.
Die Frau hinter Biografissima
Biografische Souveränität beginnt für mich mit einem genauen Blick auf das eigene Leben.
Viele der Frauen, die zu mir finden, haben über Jahre Verantwortung getragen: in der Familie, im Beruf, für andere Menschen. Vieles davon war selbstverständlich, manches bewusst gewählt, anderes hat sich im Laufe der Zeit einfach ergeben. Und nicht alles, was lange passend war, muss es heute noch sein.
Mit zunehmender Lebenserfahrung stellen sich manche Fragen neu:
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Welche Rollen habe ich übernommen – und welche davon passen heute noch zu mir?
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Welche Vorstellungen von Pflicht, Stärke oder Fürsorge habe ich in meiner Familie gelernt?
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Was möchte ich aus meiner Geschichte bewahren, und was möchte ich heute anders bewerten?
Biografische Arbeit eröffnet einen Raum, in dem du solche Zusammenhänge genauer betrachten und deine eigene Sicht darauf entwickeln kannst.
Ich bin Eva Helms,
Trainerin für biografisches Schreiben und Begleiterin in der Genogrammarbeit für Frauen, die ihre Lebens- und Familiengeschichte genauer betrachten und aus eigener Perspektive deuten wollen.
*Ich bin die, die in Familienfotos nach den unerzählten Geschichten sucht. Die beim Lesen alter Briefe einen Film im Kopf hat. Die überall Muster sieht. In Gesichtern, in Gesten, in dem, was nicht gesagt wird. Geschichten sprechen zu mir. Ich kann nicht weghören.
Meine eigene Heldinnenreise
Von übernommenen Deutungen zum eigenen Blick
Wenn ich heute auf meinen Weg zurückblicke, erkenne ich darin manches, was sich mit dem Bild der Heldinnenreise beschreiben lässt: Aufbrüche, Prüfungen, Umwege, Begegnungen und Erkenntnisse, die meinen Blick auf mich selbst und auf Familiengeschichten verändert haben.
Ich verstehe diese Reise nicht als feste Abfolge. Lebensgeschichten verlaufen selten geradlinig. Manche Fragen kehren zurück, manches bekommt erst Jahre später eine neue Bedeutung.
Für mich ist die Heldinnenreise deshalb weniger ein Schema als eine Möglichkeit, dem eigenen Weg eine Form zu geben und Entwicklungen sichtbar zu machen.
Die gewöhnliche Welt & Das Ungesagte
Jede gute Geschichte beginnt in einer gewöhnlichen Welt. Meine war die DDR. Ich wuchs in einer Familie auf, in der vieles humorisiert, umgedichtet oder einfach totgeschwiegen wurde. Das Unausgesprochene war in den Räumen oft lauter als das Gesagte. Als Kind lernte ich schnell, meine Freiheit in den feinen Zwischenräumen zu suchen und die Zwischentöne wahrzunehmen. Nach der Scheidung meiner Eltern wurde meine Mutter depressiv. Ohne es zu merken, rutschte ich in die Rolle der „Hüterin des Familienalltags“. Ich war diejenige, die funktionierte, die dafür sorgte, dass nach außen alles „normal“ aussah. Ich lernte früh, Verantwortung für die Gefühle anderer zu übernehmen – ein Muster, das mich jahrzehntelang begleiten sollte.
Der Ruf der Geschichten
Der Ruf zu meiner heutigen Aufgabe kam leise, aber beharrlich. Schon während meiner Ausbildung und Arbeit als Krankenschwester merkte ich, dass mich Diagnosen allein nicht interessierten. Ich suchte nach den Geschichten. Ich wollte den Menschen hinter der Krankheit verstehen. Später, als Fachberaterin für Geriatrie und Demenzberaterin, ging es mir nie nur darum, Pflege zu organisieren. Ich wollte Verbindungen schaffen und Geschichten retten, bevor sie im Vergessen versinken. Heute weiß ich, dass diese Suche nach dem Sinn einen Namen hat: narrative Arbeit.
Die Prüfung: Wenn das Funktionieren zur Falle wird
Dann kam die größte Prüfung meines Lebens: Meine eigene Mutter erkrankte an Demenz. Als Fachberaterin im Thema wollte und musste ich alles richtig machen. Ich wurde zur Perfektionistin. Über zehn Jahre lang pflegte ich meine Mutter, baute parallel neben meinem Hauptberuf meine Selbstständigkeit auf und war für alle da. Die eigentliche Prüfung war dabei nicht die Pflege an sich – es war die schmerzhafte Erkenntnis, dass ich selbst unsichtbar wurde. Je stärker meine Mutter auf mich angewiesen war, desto weniger gab es von mir. Ich funktionierte nur noch. Ich war gefangen in der unbewussten Überzeugung, alles alleine tragen zu müssen und keine Schwäche zeigen zu dürfen.
Die Verbündeten und der Wert professioneller Begleitung
An dem Punkt, an dem das Durchhalten spürbar an seine Grenzen stieß, traf ich eine Entscheidung: Ich erlaubte mir, den Weg nicht mehr allein zu gehen. Trotz all meines Fachwissens stand ich mitten im Wald und konnte die Bäume nicht mehr sehen. Heute weiß ich, dass wir genau dafür ein Gegenüber brauchen – jemanden, der von außen mit einer ruhigen Taschenlampe in unsere blinden Flecken leuchtet.
In der Supervision und im Coaching fand ich diesen geschützten Raum. Ich begann Zusammenhänge zwischen meiner eigenen Geschichte, familiären Erwartungen und historischen Erfahrungen meiner Familie anders zu betrachten.
Als ich mich intensiv mit dem Generation Code® auseinandergesetzte, verstand ich die tieferen, systemischen Zusammenhänge.
Es waren nicht nur meine eigenen Lasten: Ich spürte die Nachwirkungen der transgenerationalen Muster meiner Herkunftsfamilie – geprägt durch beide Weltkriege, Familiendramen und das Leben in der DDR. Und ja, es bedeutete Arbeit und einen längeren Prozess, unbewusste Loyalitäten und hinderliche familiäre Prägungen aufzulösen.
Der Schatz & Die Rückkehr
Was ich aus dieser Reise mitgenommen habe, ist ein anderer Blick auf mein eigenes Leben: Meine Bedürfnisse dürfen darin ebenso Gewicht haben wie die der anderen. Ich habe gelernt, genauer wahrzunehmen, wo meine Grenzen liegen und welche Entscheidungen tatsächlich zu mir passen.
Heute schaue ich auf diesen Weg mit immer mehr Klarheit. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich „angekommen“ bin.
Ich sehe mich als eine Frau, die ihre Geschichte immer wieder neu befragt und ihr Leben zunehmend nach eigenen Maßstäben gestaltet.
An deiner Seite

Deine Begleiterin auf Augenhöhe
Biografische Arbeit bedeutet für mich, genau hinzusehen: auf das eigene Leben, auf die realen un die erzählten Familiengeschichten, auf wiederkehrende Erfahrungen und auf die Zeit, in der all das entstanden ist.
Ich bin keine Freundin vorschneller Erklärungen. Ein Genogramm, eine Erinnerung oder ein Schreibimpuls können einen neuen Zusammenhang sichtbar machen. Manchmal verändert sich dadurch der Blick auf eine Entscheidung, eine Beziehung oder eine Rolle, die lange selbstverständlich erschien.
Ich begleite dich dabei mit Aufmerksamkeit und Respekt für deine eigene Deutung. Du bestimmst, welche Fragen für dich wichtig sind, wie weit du ihnen folgen möchtest und welche Bedeutung du deinen Erfahrungen gibst.
Deine Familiengeschichte prägt deinen Blick auf die Welt, ohne festzulegen, wie du heute leben musst. Mich interessiert genau dieser Zwischenraum: zu verstehen, was dich geprägt hat, und zu prüfen, was davon heute noch zu dir gehört.

Was durch diese Arbeit möglich wird
Ambivalenhzen aushalten und dem eigenen Leben Bedeutung geben
Wenn du deine Lebensgeschichte und deine Familiengeschichte genauer betrachtest, kann sich dein Blick verändern. Erfahrungen bekommen einen anderen Zusammenhang, vertraute Erzählungen werden fragwürdiger, und manches lässt sich neu einordnen.
Du kannst erkennen,
- welche Erfahrungen und Werte dich geprägt haben,
- wo sich familiäre Muster oder Erwartungen durch Generationen ziehen,
- welche Rollen du lange selbstverständlich übernommen hast,
- welche Deutungen deiner Geschichte heute noch tragen,
- und wo du deinen eigenen Maßstab anlegen möchtest.
Dabei muss deine Geschichte nicht glatt oder widerspruchsfrei werden. Biografische Souveränität bedeutet für mich auch, Ambivalenzen auszuhalten und dem eigenen Leben eine Bedeutung zu geben, die zu dir heute passt.
So kann mehr Spielraum entstehen: für einen neuen Blick auf das Gelebte und für bewusste Entscheidungen darüber, wie es weitergehen soll.
Was andere Frauen sagen
Stimmen aus Kursen und 1:1-Begleitung
Die vertrauliche Atmosphäre gab mir Sicherheit
Sehr interessante und bereichernde Seminarabende
Die Aussöhnung ist mir sehr wichtig geworden
Das Coaching von Eva Helms hat mir vor geholfen, mich nach vielen Jahren der Entfremdung meiner Familie wieder Stück für Stück anzunähern. Gemeinsam haben wir das Potential an Stärken und Begabungen meiner Vorfahren aufgedeckt, von denen ich geprägt bin und die mich mit ihnen verbinden.
Wenn du deine Geschichte genauer betrachten und aus deiner heutigen Perspektive neu einordnen möchtest, können wir im Vorgespräch klären, welche Form der Begleitung dazu passt.
Kompetenzprofil
Biografiearbeit & Schreiben:
- Trainerin für Biografiearbeit nach Lebensmutig
- Autorin: "Es ist nicht alles Demenz - Das Mutmach-Buch nach der Diagnose", erschienen 2020 im Ernst Reinhardt Verlag
Transgenerational & systemisch:
- Generation Code Coach (Sabine Lück/itp-wendeburg)
- Genogrammarbeit (DISA Dresden)
- Lösungsorientierter Coach (ifb)
- Resilienzcoach (ifb)
Ressourcen & Veränderung:
- Zürcher Ressourcenmanagement (Kasseler Institut)
- Embodiment in Therapie und Beratung (Maya Storch/lifelesson)
Beratungskompetenz:
- Erwachsenenbildnerin (eeb-sachsen)
- Fachberaterin für Geriatrie und Gerontopsychiatrie