Genogramm, Generation Code & biografisches Schreiben

Wie ich arbeite

Drei Werkzeuge, ein Ziel: Deine Geschichte verstehen

Hier erfährst du, mit welchen Methoden ich Frauen begleite, die ihre Familiengeschichte verstehen wollen. Genogramm-Arbeit zeigt die Struktur deiner Familie, der Generation Code macht Muster sichtbar, biografisches Schreiben gibt dir eine Stimme. Substanziell, methodisch fundiert, ressourcenorientiert.

Biografisches Schreiben – Deine Stimme finden

Was ist biografisches Schreiben (in meinem Kontext)?

Die meisten Menschen denken dabei an Memoiren oder Tagebuch. Doch biografisches Schreiben ist mehr als das. Es ist eine strukturierte Form der Selbstreflexion. Die Beschäftigung mit deiner Lebensgeschichte wird durch den Prozess des Schreibens zum Werkzeug der Selbsterkenntnis. Das Aufschreiben oder Erzählen wird zum Brückenschlag zwischen dem, was war, und dem, was du daraus lernst.

Wozu dient es?

Es öffnet neue Perspektiven. Du findest Worte für das, was du erlebt hast. Entscheidungen können reifen. Du schreibst nicht dein ganzes Leben auf, sondern die wichtigen Momente, die dich geprägt haben. Schlüsselszenen, die etwas erzählen. Schreiben wird hier zum Werkzeug, nicht zum Ziel.

Meine besondere Haltung

Schreiben kann ermutigen und ermächtigen. Ich glaube daran, dass Schreiben Frauen ihre Stimme zurückgibt. Du musst keine Schriftstellerin sein. Es genügt, dass du erzählst. Wenn Erfahrungen Sprache bekommen, entsteht Handlungsspielraum. Weibliche Texte bringen frischen Wind in unsere Welt und sind das überlebenswichtige Gegengewicht gegen all die patriarchalen Strukturen. Sie öffnen neue Perspektiven und bereichern uns mit ihrer Vielfalt. 

Was es NICHT ist

Biografisches Schreiben ist kein literarisches Schreiben im Sinne von Perfektion oder Stilübungen (auch wenn du deine Texte mögen darfst). Es ist keine Therapie. Es verlangt keine „fertigen“ Texte. Und es geht nicht darum, eine Autobiografie von A bis Z zu vollenden.

Wie es sich anfühlt

Wie das Weben eines roten Fadens. Wie ein Gespräch mit der eigenen Seele. Oder vielleicht auch wie der Schlüssel eines Zuhause, das schon lange auf dich gewartet hat.

Genogramm – Die Landkarte deiner Familie

Was ist ein Genogramm?

Das Genogramm ist weit mehr als nur ein Stammbaum.  Es ist eine Reise zu deinen Wurzeln, ein Schlüssel zum Verständnis deiner Gegenwart und ein Wegweiser für deine Zukunft. Es ist eine grafische Darstellung deiner Familienkonstellation über mehrere Generationen. Der entscheidende Unterschied zum Stammbaum: Es geht nicht um lückenlose Ahnenforschung, sondern um Lebenssituationen und Beziehungen. Ein Genogramm kannst du dir wie eine Landkarte vorstellen mit Symbolen, Linien und Verbindungen, die dir zeigt, wo du herkommst.

Wozu dient es?

Das Genogramm ordnet. Es macht Beziehungsdynamiken sichtbar und zeigt Wiederholungen über Generationen hinweg. Das Genogramm macht Beziehungsdynamiken sichtbar. Es hilft dir, Muster zu erkennen. Was passierte beispielsweise immer mit den ältesten Töchtern? Wo waren die Väter? Und wer hatte das Sagen in der Familie? Du erkennst Wiederholungen, Loyalitäten, Themen, die sich durch Generationen ziehen. Das Genogramm gibt deiner Familiengeschichte Struktur und hilft dir dich und deine Familie besser zu verstehen.

Was ich in meiner Arbeit damit mache

Ich lege den Fokus gern auf die weibliche Linie: Mutter, Großmütter, Urgroßmütter. Meine Arbeit ist ressourcenorientiert: Wir suchen nicht nur nach Problemen, sondern auch nach Geschenken. Wir erkennen Loyalitäten und Treueverträge. Und wir verstehen Lücken nicht als Mangel, sondern als Hinweise: Was wurde verschwiegen? Was durfte nicht erzählt werden? Die Genogrammarbeit lädt dich dazu ein, die Stimmen der Frauen in deiner Familie zu hören – auch jene, die zu Lebzeiten vielleicht nie gehört wurden.

Was es NICHT ist

Das Genogramm ist keine Genealogie. Es ist keine vollständige Familienforschung. Auch wenn ich dich gerne bei der Suche nach fehelnden Daten unterstütze. Meine Kundinnen behaupten, ich hätte das Miss-Marple-Gen. Doch letztendlich: Du brauchst nicht alle Fakten. Du brauchst nur den Mut hinzuschauen.

 

Generation Code nach Sabine Lück – Muster entschlüsseln

Was ist der Generation Code?

Der Generation Code, entwickelt von Ingrid Alexander und Sabine Lück, ist eine Methode, um zu verstehen, wie Freud und Leid in Familien über Generationen weitergegeben werden. Nicht verarbeitete Schicksalsschläge werden weitergereicht – wie unsichtbare Päckchen, die manchmal erst zwei oder drei Generationen später aufgehen. Im Zentrum stehen die unbewussten Treueverträge der Kinder (also deiner Vorfahren als Kinder) mit ihren Eltern. Und dein Vertrag mit deinen Eltern. Der Generation Code erforscht, auf welche Weise das Kind versucht, die Wunden der Eltern zu heilen, indem es ihre Defizite ausgleicht.

Wie nutze ich ihn in meiner Arbeit?

Der Generation Code bringt die Deutungsebene ins Bild. Das Genogramm zeigt die Struktur, der Generation Code erklärt die Wirkung: Warum wiederholt sich etwas? Welche Loyalitäten wirken? Welcher Treuevertrag bestimmt dein Leben, ohne dass du es bemerkst? Daraus entsteht für dich Unterscheidungskraft: Was ist wirklich deins, was ist übernommen.

Wofür ist er hilfreich?

Er macht wiederkehrende Themen sichtbar. Er hilft dir zu verstehen, warum bestimmte Muster in deinem Leben auftauchen – in der Liebe, im Beruf, in Beziehungen. Du erkennst Loyalitätskonflikte und Treueverträge. Wir betrachten die Situationen eher forschend als bewertend. Indem du erkennst und würdigst, welche Schicksale hinter den Geschichten liegen und wir eine Vision davon erschaffen wie es unter optimalen Bedingen hätte sein können, laden wir eine heilsame Energie ein, die dir für dein Leben hilft, alte Päckchen loszulassen. Mit „leichterem Gepäck“ kannst du nun einen großen Schritt in Richtung Authentizität machen und zu der werden, die du wirklich bist (und nicht mehr, wer du für andere sein musstest).

Grenzen & Einordnung

Der Generation Code, so wie ich ihn anwende, ist ein Werkzeug zum Verstehen – keine Therapie, keine Diagnose. Ich arbeite ressourcenorientiert: Ich suche mit dir die Geschenke, nicht nur die Wunden. Die therapeutische Auflösung von Loyalitätsverträgen gehört auch in den therapeutischen Kontext. Ich bin Coach, keine Therapeutin. Wenn ich merke, dass therapeutische Unterstützung sinnvoll wäre, sage ich dir das offen und empfehle dir die richtigen Ansprechpartner.

Wie diese drei Werkzeuge zusammenwirken

Das Genogramm gibt Struktur.
Es zeigt Beziehungen, Konstellationen, Brüche und Wiederholungen über Generationen hinweg. Du erkennst, wo du im Familiengeflecht stehst und welche Linien besonders prägend sind.

Der Generation Code gibt Bedeutung.
Er macht die Wirklogik sichtbar: Loyalitäten, Aufträge, innere Verpflichtungen. Was im Genogramm sichtbar wird, bekommt eine Erklärungsebene, die Verständnis vertieft.

Das biografische Schreiben gibt Verarbeitung und Stimme.
Du hältst Schlüsselszenen fest, wechselst Perspektiven und gibst dem Erkannten Sprache. So wird aus Erkenntnis Integration. Du wirst Autorin deiner Geschichte – und damit in einer neuen Form von Autorität: nicht über andere, sondern über dein eigenes Erleben und deinen nächsten Schritt.

Diese drei Werkzeuge greifen ineinander. Erst im Zusammenspiel entfalten sie ihre volle Kraft: Struktur, Bedeutung, Verarbeitung.

Wann diese Arbeit für dich passt

Diese Arbeit braucht deine Bereitschaft, dir Zeit zu nehmen. Nicht nebenbei, nicht zwischen Tür und Angel, sondern so, dass deine Geschichte Raum bekommt. Sie setzt voraus, dass du hinschaust – auch dann, wenn es stellenweise unbequem wird. Und sie lebt von deiner Offenheit, neue Perspektiven auf das eigene Leben und die eigene Familie zuzulassen: nicht, um Vergangenes umzuschreiben, sondern um es besser zu verstehen.

Du brauchst kein Vorwissen. Du musst keine Schriftstellerin sein, und es braucht keine „perfekten“ Texte. Es geht nicht um Stil, sondern um Wahrheit, Struktur und Sinn. Du brauchst auch keinen vollständigen Stammbaum und keine lückenlose Familienforschung. Ein Genogramm lebt nicht von Vollständigkeit, sondern von dem, was sichtbar wird – auch durch Lücken, Brüche und offene Fragen.

Manche Erkenntnisse entstehen leise, andere sind ein Umkippen. Es hilft, wenn du offen bist für neue Sichtweisen auf familiäre Muster – und für die Möglichkeit, dass sich Gewissheiten auflösen. Nicht alles, was du bisher geglaubt hast, bleibt so stehen. Manches wird differenzierter, manches klarer, manches verliert sein Gewicht. Diese innere Beweglichkeit ist kein „Muss“, aber sie macht die Arbeit fruchtbar.

Diese Begleitung passt für Frauen ab etwa 55, die verstehen wollen: Was hat mich geprägt, was wirkt in meiner Familie fort, und was davon trage ich heute noch mit mir.
Sie passt ebenso für Frauen, die zur Hüterin ihrer Familiengeschichte werden und etwas weitergeben wollen: Erfahrungen, Werte, Erkenntnisse. Nicht als glatte Lebensbilanz, sondern als stimmige, wahrhaftige Spur, die anderen Orientierung geben kann.

Diese Arbeit ist nicht passend, wenn akute therapeutische Unterstützung notwendig ist oder wenn eine Krise so drängt, dass Stabilisierung Vorrang hat. Sie passt auch nicht, wenn schnelle Lösungen erwartet werden – im Sinne von „ein paar Termine und alles ist weg“. Und sie passt nicht, wenn keine Bereitschaft besteht, hinzuschauen und Verantwortung für den eigenen Prozess zu übernehmen.

Setz den ersten Marker auf deiner Landkarte


Entscheide dich jetzt für deinen nächsten Schritt: Starte mit dem „Roten Faden“ oder buche dir die direkte Klärung im Orientierungsgespräch. Du gehst nicht ins Blaue – du bekommst Struktur, Richtung und eine klare Grundlage für dein weiteres Vorgehen.