Ein Aufruf zum Schreiben

Manchmal hört man sie einfach. Ohne dass man sie gerufen hat, ist da ihre Stimme oder ihr Seufzen. Manche von uns hören sie im Kopf, obwohl die Mutter schon lange nicht mehr da ist. Andere hören sie am Telefon, jeden Sonntag, pünktlich um elf.

Dieser innere Blick sitzt hartnäckig. Er beobachtet, was wir tun. Er weiß Bescheid. Und manchmal fragen wir uns: Was würde sie sagen, wenn sie wüsste?

Dass wir uns mit Ende fünfzig noch ein Tattoo haben stechen lassen, dort, wo man es erst sieht, wenn man genau schaut. Dass wir ihr altes Kaffeeservice sonntags aus dem Schrank holen, das cremefarbene mit den Rosen, und uns dabei so fühlen, als wäre sie kurz im Zimmer. Dass wir den Job bekommen haben, auf den wir uns kaum zu hoffen getraut hatten.

Manches davon hätte sie die Stirn runzeln lassen. Anderes hätte sie wirklich gefreut oder wird sie stolz machen. Also, ich behaupte mal - ganz unwissenschaftlich - wir haben nicht nur ein "inneres Kind", wir haben auch eine "innere Mutter".

Eine Einladung zur Geschichten-Parade

Schreib eine Geschichte über etwas, das du vor deiner Mutter verbirgst oder verborgen hättest. Oder über etwas, das sie froh gemacht hätte, stolz, gerührt. Über eine Entscheidung, die du für dich getroffen hast. Schreibe über die Frau, die du durch deine Mutter geworden bist.

Es darf eine lange Geschichte oder auch eine kurze Szene sein. Es darf ein Gedicht sein. Oder ein Satz, der (leider oder zum Glück) nie gesagt wurde.

So nimmst Du teil:

Schreibe deine Geschichte bis zum 30. April 2026.

Wenn du selbst einen Blog hast: Verlinke die Blogparade:Wenn das meine Mutter wüsstein Deiner Einleitung. Sobald Du Deinen Blogartikel veröffentlicht hast: Kommentiere hier unter dem Blogartikel mit einem kurzen Text und dem Link zu Deinem eigenen Blogartikel.

Wenn du gern schreibst, aber keinen Blog hast: Schicke deinen Text an

an biografissima@evahelms.de

 oder an

info@susanne-barth.com

Wir sammeln alle Beiträge und veröffentlichen sie nur mit deinem Einverständnis und auf Wunsch auch anonym (Vorname oder Initialen, Alter).

    Für die sozialen Netzwerke kannst Du den Hashtag #wenndasmeinemutterwüsste verwenden.

    Der Einsendeschluss

    "Was du heute kannst besorgen ...", würde meine Mutter sagen. Ich bin eher aus der Bitte-keinen-Stress-Fraktion. Darum hast du bis zum 30. April 2026 Zeit, deinen Text hier einzureichen.

    Wer steht hinter dieser Blogparade

    Eva Helms und Susanne Barth — zwei Frauen, die Schreiben als Weg verstehen, das eigene Leben klarer zu sehen.

    Eva begleitet Frauen dabei, die Muster ihrer Herkunftsfamilie zu verstehen und durch biografisches Schreiben und Genogrammarbeit in Kraft zu verwandeln. Auf evahelms.de findest du ihre Angebote rund um Familiengeschichten, transgenerationale Prägungen und das Schreiben als Weg zur eigenen Geschichte. Den eigenen Beitrag zu dieser Blogparade findest du hier im Blog.

    Susanne bringt Menschen durch emotionales Schreiben in Kontakt mit ihren verschütteten Gefühlen, oft mit einem besonderen Blick auf die Generation Kriegsenkel. Ihre Schreibzeiten und Begleitangebote findest du auf susanne-barth.com.

    Gemeinsam haben wir diese Blogparade ins Leben gerufen, weil uns beide eine Frage nicht loslässt: Was haben wir von unseren Mütter mitbekommen? Und warum lohnt es sich, daüber zu schreiben?

    Voller Neugier und Vorfreude

    Susanne und Eva